Schon letzte Woche habe ich geschrieben, dass unsere aktuelle Familienministerin, Frau Dr. Kristina Schröder, sich die FSK einmal genauer ansehen will, nachdem die F.A.S. einen auf Christian Pfeiffer gemacht hat und gezeigt hat, dass ihnen so einige Bewertungen da nicht passen.
Inzwischen hat Frau Schröder die FSK besucht, so wurde es der Welt über ihren Twitter-Account mitgeteilt. Jetzt kann man sich natürlich die Frage stellen, ob sie da auch einen Lakaien für hat, so wie die, die all die Briefe an sie "beantworten", oder ob sie die selber schreibt, womit sie spontan mehr Medienkompetenz als ihre Vorgängerin beweisen würde. Auf jeden Fall erreichte mich vor einigen Stunden die folgende Nachricht:
Habe gerade die FSK besucht. Vielen Eltern ist nicht bewusst, dass die Altersfreigaben keine pädagogischen Empfehlungen sind.
Über 190 Prüferinnen und Prüfer sind ehrenamtlich für die FSK tätig, der Anteil der Prüferinnen beträgt 45 Prozent. Die Prüfer werden zum einen Teil von den Verbänden der Film- und Videowirtschaft, zum anderen Teil von der öffentlichen Hand für jeweils 3 Jahre benannt. Bei der FSK wird täglich in drei parallel arbeitenden Ausschüssen geprüft. Die Prüfer kommen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen und Berufsfeldern. Unter ihnen sind Journalisten, Lehrer, Psychologen, Medienwissenschaftler, Filmhistoriker, Studenten, Sozialarbeiter, Hausfrauen, Richter und Staatsanwälte. Viele haben Erfahrung in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.Okay, wenn ich das so lese, dann scheint es tatsächlich gar nicht so abwegig, dass die FSK möglicherweise nicht gerade dazu prädestiniert ist, pädagogische Empfehlungen auszusprechen. Was befähigt Hausfrauen und Sozialarbeiter einen Film pädagogisch zu empfehlen? Und wäre es dann nicht eben doch sinnvoll, wenn eine pädagogische Empfehlung zusätzlich zur FSK-Wertung vergeben wird? Oder führt das nur zu Verwirrung, weil wir damit effektiv wieder 2 Wertungen haben die den Verbraucher irritieren?
Auf der anderen Seite... woher kommt überhaupt diese Annahme, dass die FSK pädagogische Empfehlungen ausspricht? Wer brachte Frau Schröder auf diese Idee? Brauchen wir so etwas? Ich meine, die Altersfreigaben sind ja nicht zum Spaß da, oder?
Meine Fresse, sind in diesem Beitrag schon viele Fragezeichen, ich muss mal den Schreibstil wechseln...Wenn eine Institution wie die FSK existiert, die für die Öffentlichkeit verbindliche Freigaben für Filme verteilt, dann ist es doch erstmal völlig egal ob ein Film pädagogisch zu empfehlen ist oder nicht. Ich fürchte mit Frau Schröders Aussage wird ein Thema zur Sprache gebracht, dass eigentlich gar keiner Diskussion bedarf und im schlimmsten Fall nur dazu beiträgt die Arbeit der FSK zu untergraben.
Ich weiß ich habe auch ein paar (Medien-)Pädagogen unter meinen Lesern und wäre an eurer Meinung interessiert.
*Ninja geht A New Beginning spielen*