Donnerstag, 4. November 2010

Extra Credits: Facing Controversy

Ich hab neulich schonmal kurz auf Extra Credits hingewiesen. Die Video-Reihe auf Escapist bringt es oft auf den Punkt was ich über Videospiele denke. Ihre neuste Episode befasst sich damit, wie man sich schlechter Presse entgegen stellt und, dass man auch bei kontroversen Themen an seinen Aussagen festhalten soll am Beispiel des berüchtigten Six Days of Falluja.

Seht es euch an.

Kommentare:

  1. ... Einer der Developer. Ein Marine der dort war. Eine Frau die ihren Sohn verloren hat. Wer passt nicht in die Reihe?

    Edit: ARGH ich HASSE Fox Nachrichtensprecher mit ihren Pseudoanklagen die sich als Diskussionsleiter tarnen!

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  2. So gern ich zum Beispiel Kriegsspielen auch einen künstlerischen oder "Anti-Kriegs" Wert zusprechen würde: Ich kann ihn einfach nicht finden.
    Während Filme wie Der Soldat James Ryan oder Schindler's Liste es schaffen, Krieg und Konflikte als etwas gräßliches darzustellen, ist man im Spiel immer nur der Held, der glorreich alle Feinde niederstreckt. Als Spieler muss man sich nie fragen "Ist das was ich tue eigentlich richtig?", man will schliesslich in erster Linie das Spielziel erreichen und hat keine Verantwortung ausser für sich selbst. Und man weiß, wenn man das Spiel startet, dass man am Ende als Sieger hervorgeht und gefeiert wird.
    Solang sich da nicht einiges ändert, braucht man sich nicht darüber wundern, dass Spiele nicht genauso anerkannt werden wie Filme. Das Problem ist nur, dass ein Spiel das tatsächlich solche Änderungen einführen würde höchstwahrscheinlich überhaupt nicht mehr spaßig wäre, sich nicht gut verkaufen würde und auch keinen großen Publisher finden könnte, somit also, selbst WENN es mal existieren sollte, völlig unter dem Radar größerer Seiten, wie eben the Escapist, durchgehen würde.

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  3. ". Als Spieler muss man sich nie fragen "Ist das was ich tue eigentlich richtig?", man will schliesslich in erster Linie das Spielziel erreichen"
    -
    Fallout 3? Schon mal gespielt...
    Darin gibt es einige Missionen bei denen man sich genau dies fragt... Wenn man nur Packman, Serious Sam und Co spielt bekommt man solche entscheidungen nicht gezeigt...

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  4. @Miew:
    1. toller Avatar :)
    2. Ich finde manche Spiele sind bereits an diesem Punkt angelangt. Hast du mal meine Kolumne über das erste Modern Warfare gelesen? Ich empfand dieses Spiel nämlich als eine Art Anti-Kriegs-Statement.
    http://www.gamersunity.de/modern-warfare-2/das-anti-kriegsspiel.t9631.html
    Deswegen finde ich es ja auch so schade, dass die Flughafen Szenen letztlich doch eher lahm war.

    @Anonym: Gerade Falout 3 hätte ich jetzt auch als Beispiel genannt. Vorallem weil da manche Missionen schlecht ausgehen können und wenn man noch so gute Intentionen hat.

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  5. @Miew:
    Ich weis nicht ob ich dir da zustimmen kann. Jeder ernstgemeinte Film über den Krieg, auch Saving Private Ryan oder Platoon (Schindler würd ich jetzt mal aus der Liste rausnehmen, der ist eher ein Drama)muss die Gewalt um die es geht realistisch genug darstellen damit sie glaubwürdig bleibt Und damit kann man, je nach Einstellung, das ganze auch als verherrlichung des Themas sehen. Keiner der großen Kriegsfilme funktioniert ohne die Bilder von Soldaten die (Heldenhaft?) um ihr Leben kämpfen oder von Panzern die alles um sich herum zu Klump schiessen und jeder Filmemacher nutzt diese Bilder so drastisch und eindrücklich wie möglich. Und damit wird das Kriegstreiben einfach zwangsweise verherrlicht, dan kann die Anti-Botschaft im nachhinein noch so groß sein. ich für meien Teil sehe keien Trennung zwischen Kriegs- und Anti-Kriegs-Film mehr

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  6. In Fallout entscheidet der Spieler manchmal in Moralfragen, das stimmt. Aber das ist auch kein Kriegsspiel mit realistischem Hintergrund. Ich war jetzt eigentlich von den üblichen Shootern ausgegangen.

    Modern Warfare ist für mich auch das Spiel, was zumindest am dichtesten heran kommt. Hier stirbt der Spieler bis zum Ende des Spiels vermutlich dutzende Male, zumindest wenn er auf angemessenem Schwierigkeitsgrad spielt, was dann schon ein wenig die Frage aufkommen lässt "Würde ich denn einen echten Krieg dann überleben?"
    Teil 2 wurde dann irgendwie schon wieder zu sehr auf James Bond getrimmt.

    @M@max:
    Da hast du in meinen Augen recht, dass die Anti-Kriegsfilme auch oft genausogut als Kriegsverherrlichung dienen können. Den Eindruck habe ich zumindest bekommen, als wir James Ryan mal auf einer Klassenfahrt geschaut haben und die Jungs total darauf abgegangen sind, wie sich die Leute dort erschossen haben.

    Ich persönlich habe übrigens, wenn ich in einem Film sehe wie ein Charakter stirbt eher ein Gefühl der Tragik oder des Verlusts oder so, als wenn ich sehe wie eine Pixelfigur stirbt. Zwar ist der dargestellte Charakter in beiden fällen rein fiktiv, aber vom Gefühl beim Anschauen her kommen mir Filmcharaktere doch irgendwie "realer" vor als Spielcharaktere.
    Warum das so ist, kann ich aber auch nicht genau sagen. Vielleicht weil sie zumindest von echten Menschen verkörpert werden?

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  7. @Miew:
    Darüber, dass man in dem Spiel so häufig stirbt, habe ich noch gar nicht nachgedacht. Mir ging es eher um die kompromisslose Gewalt in der "mordernen Kriegsführung". Die Mission "Death From Above" z.B. kann man ja eigentlich nicht verlieren und man kommt sich eher wie einer Jahrmakrt-Schießbude vor, so wie man die bösen Jungs tief unten am Boden in ihre EInzelteile sprengt.

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