Mittwoch, 28. Dezember 2011

Der Windmühlen Jahresrückblick 2011

2011 war ein interessantes Jahr für mich und mein Geschreibsel hier. Zum einen sind die Themen für die ich diesen Blog ursprünglich einmal gestartet habe immer mehr in den Hintergrund gerückt. Auch wenn Stigma-Videospiele immer noch regelmäßig über einige drastische Fehler in der Presse u.ä. berichtet, scheint es mir als wäre die leidige Killerspiel-Debatte tatsächlich zu einem Ende gekommen. Ich habe seit März nichts mehr in der Richtung vom Aktionsbündniss Winnenden vernommen und selbst nach den Anschlägen in Oslo kamen Gamer ziemlich ungeschoren davon.

Das zentrale Thema für mich dieses Jahr war die Debatte um Reviews, Tests und Spielekritiken. Angefangen hat das im Mai, als ich nach Berlin zu einer Podiumsdiskussion zum Stand der deutschen Spielepresse eingeladen wurde. Ohne übertreiben zu wollen, ist das für mich so eine Art Höhepunkt für meine Arbeit hier. Ich möchte mich nochmal bei Rey Alp bedanken, dass er Peter Steinleichner an mich weitergeleitet hat.
Die Diskussion wurde im September erneut ins Rollen gebracht, als Ex-Gamestar Redakteur Christian Schmidt seine berüchtigte Kolumne "Mehr Geist bitte, liebe Games-Tester" veröffentlichte. Die Review-Debatte wurde für einige Zeit zum zentralen Fokus des Blogs, weil es einfach ein Thema war, dass mir persönlich sehr wichtig war und immer noch ist.

Dann war da noch die große VDVC-Petition. Monatelang haben Mitglieder vom VDVC und Stigma-Videospiele, darunter auch meine Wenigkeit, am ultimativen Schriftstück im Kampf gegen als Jugendschutz getarten Zensur in Deutschland gefeilt. Natürlich wurde sie blockiert und ich habe seit einer Weile auch nichts Neues mehr zu dem Thema gehört.

Ein weiteres Thema mit dem ich mich dieses Jahr beschäftigt habe war 3D-Kino. Zwar erlebe ich immer wieder, wie ich von 3D-Effekten in Videospielen beeindruckt werde, aber bisher habe ich noch keinen einzigen Film gesehen, der von dieser Technologie wirklich profitiert hätte. Ich hatte gehofft der Trend wäre bald vorbei, aber wenn ich mir ansehe wie viele Filme nächstes Jahr alle in 3D kommen, ist meine Besserung in Sicht. Sogar Avengers wird nachkonvertiert. :'(

Ansonsten habe ich dieses Jahr sehr viel über Spiele an sich geschrieben. Da wäre zum Beispiel meine Analyse von Edna bricht aus, die sogar dem Autor des Spiels selbst sehr gefallen hat. Ich habe zum ersten mal ein MMO gespielt und war zu Tode gelangweilt.
Außerdem habe ich 2011 mehre Filmkritiken geschrieben und ich glaube ich bin darin besser geworden.

Alles in allem ein recht erfolgreiches Jahr, aber ich muss wirklich häufiger schreiben, damit meine Leserzahlen mal wieder etwas steigen.

Nächste Woche gibt es dann meine Top 10 Games des Jahres.

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