Posts mit dem Label killerspiele werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label killerspiele werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 30. Juli 2010

Die Windmühlen Einführung

Ah, der "Wer bin ich überhaupt?"-Artikel. Den wollte ich doch seit Jahren mal wieder auf Vordermann bringen. Nun ja, ich denke das meiste ist offensichtlich. Ich bin ein leidenschaftlicher Geek und befasse mich für mein Leben gern mit Videospielen, Filmen, Comics, komplizierten Brett- und Tabletopspielen und mehr. 

Eine längere Erklärung meiner bisherigen Internetaktivitäten findet ihr direkt im Anschluss. Idee und Format schamlos geklaut von meinem Blogger-Kollegen Sir Donnerbold. Dieser Post wird auch des öfteren bearbeitet und aktualisiert.

Freitag, 23. Juli 2010

VDVC @ AAW

Ich vermute mal, dass ein nicht geringer Teil meiner Leserschaft auch Stigma-Videospiele liest, aber für die die das nicht tun, habe ich hier was lesenswertes:

Der Verband für Deutschlands Video- und Computerspieler hat in Zusammenarbeit mit den jungen Piraten (warum brauch ne Partei wie die eigentlich ne Jugendgruppe? ^_^ ) und Pirate Gaming e.V. einen offen Brief an das Aktionsbündniss Winnenden verfasst. Und der ist echt gut. Um genau zu sein trifft das so ziemlich was ich immer versuche in solchen Texten auszudrücken.

Ein Ausschnitt:
Weiterhin sind Computerspiele immer noch genau das: Spiele. Wir, die Spieler, wissen genau, dass wir uns in einer lediglich fiktiven Umgebung bewegen, deren Regeln die der „wirklichen Welt“ in keinster Weise beeinflussen. Das beginnt bei schlichter Physik (der Umgebung im Allgemeinen aber auch der Waffen und deren Wirkung im Speziellen) und hört bei den Moralvorstellungen nicht auf. Wir wissen genau: Was im Spiel erlaubt sein kann, ist es deswegen in der Realität noch lange nicht! Und weiter: Was im Spiel funktioniert, funktioniert deswegen in der Realität ebenso wenig zwingend!
Den ganzen Brief findet ihr hier.
@Patrick, Sven und Heiko: Hut ab. Toller Text!

Auch wenn ich trotzdem weiterhin gegen §131 bin, "gesamtgesellschaftlich gefestigt" ,oder nicht.

Donnerstag, 22. Juli 2010

"Killerspiel"-Feature Version 2.0

Sodele, ich habe den Text massiv gekürzt und so abgegeben. Ich bin nicht wirklich zufrieden damit, aber er musste prinzipiell erstmal nur existieren, damit ich den Kurs angerechnet bekomme.
Der Text ist jetzt nur noch 2 Seiten lang und ich habe mir Mühe gegeben auch der Gegenseite etwas mehr Boden zu geben. Leider habe ich dadurch auch einige bissige Kommentare weglassen müssen.
Auch für diesen Text habe ich wieder einiges an Feedback bekommen. Manche sagten er sei deutlich besser, andere wiederum meinten er sei immer noch zu einseitig und ich würde über zu viele Dinge gleichzeitig reden. Natürlich wäre die Spieleverbrennung des AAW alleine schon ein guter Ansatz für nen Artikel gewesen, aber ich wollte mehr von der Situation darlegen. Einmal abgesehen davon wollte ich "Familien gegen 'Killerspiele'" echt nur als Einleitung nutzen, immerhin ist das ganze schon über ein halbes Jahr her.

Ohne jetzt noch lange drüber zu reden, hier die Version die ich abgegeben habe, aber irgendwie habe ich meine Zweifel, dass das letzte mal war, dass ich an diesem Artikel werkle.


Ich habe wirklich keine Ahnung was ich falsch mache, aber wenn ihr diesen Text lesen wolt, müsst ihr die gesamte Seite markieren. :P

Samstag der 17. Oktober 2009. Ein trister und kalter Tag. Auf dem Platz vor dem Stuttgarter Operngebäude steht ein großer, buntbemalter Müllcontainer. Aufgestellt wurde er vom Aktionsbündniss Amoklauf Winnenden, den Hinterbliebenen der Ereignisse von Winnenden im letzten März. Ihr Plan: In diesem Container "Killerspiele" sammeln um sie später in einer Müllverbrennungsanlage zu vernichten. Denn gäbe es keine "Killerspiele", so das AAW, dann würde es auch weniger Amokläufe geben. Doch der Container bleibt leer. Über den gesamten Tag verteilt landen nur vier Spiele im Container: Zwei noch Originalverpackt, eine Spende von einer Gegenaktion und eines war als Witz gemeint. Hardy Schober, der Vorsitzende des AAW, wird die Aktion später trotzdem als Erfolg preisen, denn man wollte ja nur "provozieren" und "den Dialog mit den Spielern suchen", nachdem er Monate lang jedem Kontakt mit diesen aus dem Weg gegangen ist.
So ist der 17. Oktober für die Seite der Gamer vergleichsweise glimpflich ausgegangen, überraschend, bedenkt man den Grundgedanken der Aktion. Doch in der andauernden Debatte um ein Verbot von "Killerspielen" war dies eher eine Ausnahme.

Der Anfang
Das Thema "Killerspiele" wird immer eng verknüpft mit Jugendgewalt, im speziellen Amokläufen. Nach solchen Ereignissen wird immer schnell nach einem Grund gesucht und oft landet man bei brutalen Videospielen. Immerhin, kann das denn gesund sein, wenn Jugendliche Stunden damit verbringen auf dem Bildschirm virtuelle Menschen zu erschießen?
Die ganze Geschichte, begann 2002 mit dem Amoklauf von Erfurt. Der 19-Jährige Robert Steinhäuser drang bewaffnet in seine alte Schule ein und tötete 16 Menschen.1 Zwar löste bereits der Amoklauf in Littleton, Colorado, eine ähnliche Debatte in den USA aus, aber Erfurt machte das Thema in Deutschland Salon-fähig und brachte Politiker, Presse und Fernsehen dazu die sogenannten "Killerspiele" zum neuen Sündenbock der Nation zu machen.

Definition?
Aber was ist überhaupt ein "Killerspiel"? Bis zum heutigen Tage gibt es keine feste Definition des Wortes. Zwar wird es von Seiten der Verbotsbefürworter, welche von Gamern manchmal auch scherzhaft als "Spielekiller" bezeichnet werden, häufig erklärt, aber immer wieder ein bisschen anders. Das einzige worin sich die meisten Kritiker einig sind, ist, dass in den Spielen auf menschenähnliche Figuren virtuell geschossen wird.


Hardy Schober sprach nach der Aktion des AAW in Stuttgart von Spiele(n), die vom US-Militär entwickelt worden sind, um die Gewalt (Anmerkung: Er redet vermutlich von der "Gewalthemmschwelle") ihrer Soldaten zu senken.“ Dieses Argument findet sich recht häufig im Streit über brutale Computerspiele, vor allem im Kölner Aufruf2, doch es steht auf wackligen Füßen. America's Army ist die einzige Spiele-Serie welche im Auftrag der US-Armee entstanden ist und es handelt sich hierbei um ein Rekrutierungstool.
Wie sich ein Hauptmann der Bundeswehr gegenüber der GamePro äußerte, gäbe es zwar “Schießkinos”, in denen aber nur Teamtaktiken und Waffenhandhabung trainiert werden, aber weder die Bundeswehr noch die US-Armee nutzen normale Computerspiele zum Training und erst recht nicht zur Desensibilieserung der Soldaten.3


Dem bayrischen Innenminister Joachim Herrmann, der "Killerspiele" schon auf die selbe Stufe wie harte Drogen und Kinderpornografie stellte, "geht es allein um so genannte Killerspiele, Computerspiele also, die menschenverachtende Gewalttätigkeiten zum Inhalt haben.", ignoriert dabei aber, dass es bereits Gesetze gegen gewaltverherrlichende Medien gibt.

Studien
Sucht man nach wissenschaftlichen Studien zur Auswirkung die gewalthaltige Videospiele auf Jugendliche haben, stößt man auf sehr unterschiedliche Ergebnisse. Insgesamt ist es recht schwierig einen echten Experten für das Thema zu finden, da die Verbotsbefürworter immer das selbe Ziel im Auge haben, obwohl es ihnen weiterhin an Praxiserfahrung mit Videospielen mangelt, während die Spieler selbst in die Defensive gedrängt werden und natürlich auch ihr Hobby verteidigen wollen.


Erst letzten Monat veröffentlichte das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen, unter Leitung des Kriminologen Dr. Christian Pfeiffer, eine Studie, die “Killerspiele” in Verbindung mit rechtsextremer Gewalt stellt: Je häufiger die Jugendlichen ihre Freizeit mit dem Konsum gewalthaltiger Medien (Horror-, Actionfilme, Kampfspiele, Ego-Shooter) verbringen, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Jugendliche durch ausländerfeindliche Einstellungen und rechtsextremes Verhalten in Erscheinung treten.”4


Eine Studie der amerikanischen Villanova University dagegen zeigt, dass Videospiele allein bei Weitem keine Gewalt im wirklichen Leben auslösen, es geht viel mehr darum wie gewaltbereit man grundsätzlich ist: ... it is crucial to consider the dispositional characteristics of the person playing the videogame when predicting the type of effect the violent videogame might have on his or her hostility."5

"Killerspiele" in den Medien
Ein weiteres (man könnte schon fast sagen das zentrale) Problem in der “Killerspiel”-Debatte ist wie einseitig die Medien über das Thema berichten. Positive Berichte über Computerspiele finden sich nur äußerst selten. Negative Berichte dagegen stehen auf der Tagesordnung vieler großer Sender. Mit den Details, oder Wahrheit, nimmt man es dabei nicht so genau. So wurde die "Killerspiel"-Sammel-Aktion des AAW vom ZDF als großer Erfolg dargestellt: "Bis zum frühen Nachmittag hatten vor allem Jugendliche etwa zwei Dutzend Computerspiele wie das umstrittene "Counter-Strike" in einen Müllcontainer geworfen." Was, wie bereits Eingangs erwähnt, nicht ganz der Wahrheit entspricht. Es waren nur 4 Spiele und “vor allem Jugendliche” trifft auch nicht wirklich zu.


Das RTL Boulevard-Magazin Explosiv hat vor kurzem ein ursprünglich auf YouTube veröffentlichtes "Let's Play"-Video missbraucht. In so einem Video nimmt ein Spieler ein Spiel auf und kommentiert es währenddessen. Bei RTL wurde nun dem Zuschauer der Kontext des Videos vorenthalten und es nachträglich bearbeitet um den Eindruck zu erwecken, der Spieler würde dermaßen unter Realitätsverlust leiden, dass er anfängt eine Spielfigur zu bedrohen.6

Kein Ende in Sicht
Aber was ist nun der Kern des Streits um Killerspiele. Ein Generationenkonflikt? Die meisten Spielekiller zeichnen sich dadurch aus, dass sie über 40 sind und ihrem Leben noch nie ein Gamepad in der Hand hatten, darunter viele Politiker.
Dabei ist es kein neues Phänomen, dass eine ältere Generation ein Erfindung verteufelt die von jungen Leuten mit so viel Freude und Enthusiasmus aufgenommen wird. Comics, Rock’n Roll, einst sicher auch mal sogar Bücher. Insofern ist es schwierig für die Gamer-Generation ein älteres Publikum davon zu überzeugen, dass ihr Hobby ein harmloses ist. Nicht zuletzt weil Politiker nicht gerade dafür bekannt sind, tolle Zuhörer zu sein.

Ein Ende der Debatte ist nicht in Sicht. Das AAW bleibt hart, Politiker bleiben stur, das Fernsehen lügt fröhlich weiter und Gamer argumentieren weiterhin mit Geduld und gesundem Menschenverstand und werden nicht gehört.

Quellen:
1. http://de.wikipedia.org/wiki/Amoklauf_von_Erfurt
2. http://www.nrhz.de/flyer/media/13254/Aufruf_gegen_Computergewalt.pdf
3. http://www.gamepro.de/specials/amoklauf_in_winnenden_drill_durch_ego_shooter/1960333/amoklauf_in_winnenden_drill_durch_ego_shooter.html
4. http://stigma-videospiele.de/wordpress/?p=4433
5. http://www.escapistmagazine.com/news/view/101160-New-Study-Most-Teenagers-are-Unaffected-by-Violent-Gaming
6. http://greenninja87.blogspot.com/2010/05/rtl-missbraucht-youtube-video.html




Sonntag, 18. Juli 2010

"Killerspiel"-Feature Version 1.0

Wie ich erst kürzlich erzählt hab, arbeite ich im Moment für ein Journalismus Seminar an der Uni an einem Bericht zum Thema "Killerspiele". Nachdem Feedback welches ich letzte Woche im Kurs bekommen habe bin ich im Moment noch damit beschäftigt den Text etwas neutraler zu gestalten und vorallem zu kürzen, er ist nämlich ungefähr 3 mal so lang wie alle anderen Texte in dem Kurs. -_-

Bis der neue Text soweit ist, könnt ihr ja schonmal die ursprüngliche Fassung lesen. Wer Schreibfehler findet darf sie behalten.




Samstag der 17. Oktober 2009. Ein trister und kalter Tag. Auf dem Platz vor dem Stuttgarter Operngebäude steht ein großer, buntbemalter Müllcontainer. Aufgestellt wurde er vom Aktionsbündniss Amoklauf Winnenden, den Hinterbliebenen der Ereignisse von Winnenden im letzten März. Ihr Plan: In diesem Container die bösartigen "Killerspiele" sammeln um sie später in einer Müllverbrennungsanlage zu vernichten. Denn gäbe es keine "Killerspiele", so die Begründung des AAW, dann würde es auch weniger Amokläufe geben. Als die Aktion angekündigt wurde ging ein Aufschrei der Entrüstung durch das Internet. Doch der Container bleibt leer. Über den den gesamten Tag verteilt landen nur vier Spiele im Container: Zwei davon noch Originalverpackt, eingeschweißt und mit Rabataufklebern auf der Schachtel, ein weiteres war eine Spende von einer Gegenaktion vom Verband deutscher Video- und Computerspieler und das letzte Spiel war, wie ein Youtube Video beweist, als Witz gemeint. Hardy Schober, der Vorsitzende des AAW, wird die Aktion später trotzdem als Erfolg preisen, denn man wollte ja nur "provozieren" und "den Dialog mit den Spielern suchen", nachdem er Monate lang jedem Kontakt mit Spiele-Fans aus dem Weg gegangen ist.
So ist der 17. Oktober für die Seite der Gamer vergleichsweise glimpflich ausgegangen, überraschend, bedenkt man den Grundgedanken der Aktion. Doch in der andauernden Debatte um ein Verbot von "Killerspielen" war dieser Tag einer der wenigen Erfolge welche die Seite der Gamer wirklich einfahren konnte.

Der Anfang
Das Thema "Killerspiele" ist eng verknüpft mit Jugendgewalt und Amokläufen. Nicht etwa weil ein direkter Zusammenhang zwischen diesen Themen besteht, sondern weil man sich gerne denkt, dass einer besteht.
Im Gegensatz zu weltlicheren Themen wie eine Umweltkatastrophe oder eine Politikerwahl betrifft und interessiert die Debatte um "gewalthaltige" Spiele und ein mögliches Verbot dieser nur eine recht kleine Gruppe vom Menschen, nämlich Politiker und Privatpersonen die ein Verbot unterstützen und die Gamer selbst. Aber darüber geredet wird meistens von Leuten die in ihrem Leben noch nie ein Videospiel gespielt haben und das merkt man ihren Aussagen an. Es ist die Rede von virtuellen Morden, Menschenverachtenden Inhalten, Bonuspunkte für das Erschießen von kleinen Mädchen, Industriell-militärischen Komplexen, die Liste ist schier endlos. Als Spieler bleibt einem bei solchen Vorwürfen erst mal die Spucke weg und man weiß garnicht wo man in seiner Verteidigung überhaupt anfangen soll. Es gibt unzählige Gründe warum man ein Videospiel spielt, doch Sadismus gehärt nicht dazu: Doch konzentrieren wir uns für diesen Artikel einmal auf die Seite der Nicht-Spieler.

Die ganze Geschichte, begann 2002 mit dem Amoklauf von Erfurt. Der 19-Jährige Robert Steinhäuser drang bewaffnet in seine alte Schule ein und tötete 12 Lehrer, eine Sekretärin, zwei Schüler und einen Polizisten. Zwar löste bereits der Amoklauf in Littleton, Colorado, eine ähnliche Debatte in den USA aus, aber Erfurt macht das Thema in Deutschland Salon-fähig.
Wie sich heraus stellte war Steinhäuser im Besitz mehrerer nicht jugendfreier Filme und Computerspiele, was angesichts seiner Alters allerdings völlig rechtens war. Dennoch war dies der Punkt der Politiker, Presse und Fernsehen dazu brachte die sogenannten "Killerspiele" zum neuen Sündenbock der Nation zu machen.

Definition?
Aber was ist überhaupt ein "Killerspiel"? Bis zum heutigen Tage gibt es keine feste Definition des Wortes. Zwar wird es von Seiten der Verbotsbefürworter, welche von Gamern manchmal auch scherzhaft als "Spielekiller" bezeichnet werden, häufig erklärt, aber immer wieder ein bisschen anders.
Wie der Name schon andeuten soll, geht es in "Killerspielen" um das "Töten" der virtuellen Figuren. Aber ein Videospiel, egal wie brutal es sein mag, nur auf die Tatsache zu reduzieren, dass darin Abbildungen von Menschen mit Waffen bekämpft werden, tut dem gesamten Medium Unrecht. Es ist nunmal eine Tatsache, dass sich die Spiele-Industrie inzwischen nunmal auf Titel mit erwachsenen Inhalten konzentiert, da der Durchschnittszocker Mitte 30 ist. Es beklagt sich ja auch niemand über "Killerfilme" mit James Bond. Dennoch kommt es immer wieder zu haarsträubenden Definitionen:

Hardy Schober sprach nach der Spieleverbrennung des Aktionsbündniss Winnenden von „Spiele(n), die vom US-Militär entwickelt worden sind, um die Gewalt (Anmerkung: Er redet vermutlich von der "Gewalthemmschwelle") ihrer Soldaten zu senken. Das Problem bei uns ist halt, dass Spiele, die ab achtzehn freigegeben sind, Zehnjährige spielen.“ Nur, dass solche Spiele nicht existieren. America's Army ist die einzige Spiele-Serie welche im Auftrag der US-Armee entstanden ist und es handelt sich hierbei um ein Mittel um neue Rekruten anzulocken. Videospiele als "militärische Tötungssimulatoren" sind ein Mythos.
Dem bayrischen Innenminister Joachim Herrmann, der "Killerspiele" schon auf die selbe Stufe wie harte Drogen und Kinderpornografie stellte, "geht es allein um so genannte Killerspiele, Computerspiele also, die menschenverachtende Gewalttätigkeiten zum Inhalt haben." ignoriert dabei aber, dass es bereits Gesetze gegen gewaltverherrlichende Medien gibt.

Counter-Strike
Ein Spiel welches nach Erfurt im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stand und auch heute gerne noch als Paradebeispiel beider Seiten benutzt wird ist der Ego-Shooter Counter-Strike, welcher von der USK eine "ab 16"-Freigabe erhalten hat.
Die Genre-Bezeichnung rührt übrigens einzig und allein von der Tatsache, dass man diese Spiele aus der Ego-Perspektive, also den Augen der Spielfigur, steuert, auch wenn so mancher Spielekiller dem ganzen System einen Strick aus dem Wort Ego drehen möchte, weil sie den Zusammenhang nicht begreifen. Joachim Hermann sagte einmal in einem Interview: "Meine Söhne sind "Ego-shooter" auf dem Fußballplatz,".
In Counter-Strike übernimmt ein Team von Spielern die Seite der virtuellen Terrorristen, die eine Bombe platziert haben und nun vor dem anderen Team, einer Anti-Terror Einheit verteidigen müssen. Das Spiel entstand ursprünglich auf Basis des beliebten Action-Titels Half-Life, doch wurde schnell zum Hit. Entscheidend ist, dass Counter-Strike von Grad der dargestellten Gewalt noch relativ harmlos ist und unter Fans vorallem wegen dem taktischen Aspekt sehr beliebt ist.

"Killerspiele" in den Medien
Aber wenn eh keiner von den Spielekillern wirklich ne Ahnung hat , wo liegt dann das Problem? Es liegt vorallem daran, wie das Thema in den Medien präsentiert wird. Fernsehmagazine, egal ob von privaten oder öffentlich-rechtlichen Sendern, produzierten Sondersendungen zum "Mord im Kinderzimmer", Vorreiter unter ihnen der Journalist Rainer Fromm. Diese Beiträge und die meisten die in den kommenden 8 Jahren folgen würden bestanden zum Großteil aus unbegründeter Panikmache, schlecht recherchierten Fakten bis hin zu bösartigen Lügen:

- Die "Killerspiel"-Sammel-Aktion des AAW wurde vom ZDF als großer Erfolg dargestellt:
"Bis zum frühen Nachmittag hatten vor allem Jugendliche etwa zwei Dutzend Computerspiele wie das umstrittene "Counter-Strike" in einen Müllcontainer geworfen." Was, wie bereits Eingangs erwähnt, glatt gelogen ist. Es waren nur 4 Spiele und das eine Kind, welches vom ZDF dabei gefilmt wurde wie es die (verpackten) Spiele in den Container schmiss trug einen AAW-Pullover.

- Auch in fiktiven (also, fiktiveren) Sendungen hört das "Killerspiele"-Bashing nicht auf. In einer Folge der ARD Polizei-Soap Großstadtrevier geht es um einen skrupelosen Geschäftsmann der über sein Lastwagen Unternehmen ein (erfundenes) "Killerspiel" namens Killman IV ins Land schmuggelt um es dann von einem Dealer auf Schulhöfen verticken zu lassen. Auf dem Cover zu sehen: ein blutiger Schriftzug und ein Kindersoldat. Zu sehen bekommt der Zuschauer das Spiel selbst übrigens nie, aber aus dem Computer hört man Frauenschreie und Alarmsirenen, offensichtlich dazu gedacht mehr Abscheu beim Zuschauer zu zu erzeugen. Insgesamt war der Plot der Episode aber so aufgebaut, dass man Killman IV auch problemlos durch Partydroge XY hätte ersetzen können.

- Das RTL Boulevard-Magazin Explosiv hat vor kurzem ein ursprünglich auf YouTube veröffentlichtes "Let's Play"-Video missbraucht. In so einem Video nimmt ein Spieler ein Spiel auf und kommentiert es währenddessen. Bei RTL wurde nun dem Zuschauer der Kontext des Videos vorenthalten und das Video nachträglich bearbeitet um den Eindruck zu erwecken, der Spieler würde dermaßen unter Realitätsverlust leiden, dass er anfängt eine Spielfigur zu bedrohen.

Auch wenn letzters Beispiel vielleicht etwas an Eindruck verliert, wenn man die Quelle bedenkt, so sind dies nur ein paar Beispiele dafür, wie in den Medien mit dem Thema umgegangen wird. Im Heute-Journal wird Spielern auch schon mal Sadismus vorgeworfen.
In Print-Medien ist es normalerweise nicht ganz so schlimm.

Doch die Hetze der Spiele-Killer beschränkt sich nicht nur auf Fernsehauftritte. Im letzten Juni wurde das Intel Friday Night Game in Karlsruhe, eine Art Riesen LAN-Party, abgesagt, weil dort auch Counter-Strike und das (ab 12 freigegebene) Strategiespiel WarCraft III gespielt worden wäre. Wenige Wochen zuvor erteilten auch Stuttgart und Nürnberg dem Mega-Event eine Absage.


Kein Ende in Sicht

Aber was ist nun der Kern des Streits um Killerspiele. Ein Generationenkonflikt? Die meisten Spiele-Killer zeichnen sich dadurch aus, dass sie über 40 sind und ihrem Leben noch nie ein Gamepad in der Hand hatten. Dies trifft unglücklicherweise auf eine große Anzahl von wichtigen Politikern zu. Und es ist auch kein neues Phänomen, dass die ältere Generation ein Erfindung verteufelt die von jungen Leuten mit so viel Freude und Enthusiasmus aufgenommen wird. Das war so beim Rock'n Roll. Das war so bei Filmen und Comic-Heften. Höchstwahrscheinlich galt dies auch einst für das geschriebene Wort selbst.
Insofern ist es schwierig für die Gamer-Generation ein älteres Publikum davon zu überzeugen, dass ihr Hobby ein harmloses ist. Nicht zuletzt weil Politiker nicht gerade dafür bekannt sind, tolle Zuhörer zu sein.

Ein Ende der Debatte ist nicht in Sicht. Neu entfacht wird sie jedesmal von einem Amoklauf an einer Schule, aber zwischen diesen tragischen Ereignissen köchelt sie auf kleiner Flamme. Immer wieder lässt sich ein Politiker zu einem abwertendem Kommentar hinreißen oder ein Fernseh-Magazin holt das Thema für eine weiterer Tracht Presse-Prügel aus dem Schrank.

Nur das AAW bleibt hart, sammelt Unterschriften und appelliert an den Bundestag. Und angesichts ihres tragischen Hintergrundes fällt es Gamern schwer effektiv dagegen vorzugehen. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht "Killerspiele" aus der Welt zu schaffen. Ohne sich damit zu beschäftigen was das überhaupt für Spiele sind und warum sie so beliebt sind.





http://de.wikipedia.org/wiki/Amoklauf_von_Erfurt

http://www.gulli.com/news/joachim-herrmann-ber-2009-04-17/

http://greenninja87.blogspot.com/2010/05/rtl-missbraucht-youtube-video.html

http://www.pcgameshardware.de/aid,685350/Karlsruhe-Intel-Friday-Night-Game-nun-endgueltig-abgesagt/Spiele/News/

http://www.nrhz.de/flyer/media/13254/Aufruf_gegen_Computergewalt.pdf

Donnerstag, 1. Juli 2010

Zum virtuellen Morden von virtuellen Menschen

Ein anonymer Kommentarschreiber, von dem ich jetzt anhand der Signatur einfach mal vermute, dass es sich um The_Real_Black von Stigma-Videospiele handelt, hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass ich ein Zitat aus dem Appell des AAW an den Bundestag anscheinend falsch gelesen habe.
Unser Appell lautet: Verbot von Killerspielen, die dazu dienen, virtuell Menschen zu ermorden.
Nun wird also nur noch von "virtuellen Menschen" gesprochen, aber verharmlost das die ganze Geschichte nicht massivst?"Oh mein Gott, er hat einen virtuellen Menschen ermordet!"
"Wie jetzt, hat er in Die Sims die Leiter vom Pool entfernt, oder was?"
Soviel dazu. Ich habe mich hier ein wenig verlesen. Es geht nicht um das Ermorden von von virtuellen Menschen, sondern das virtuelle Ermorden von Menschen.

....

....

Moment.
Das virtuelle Ermorden von Menschen?

...ich frag mal kurz das Internet was...

Virtualität

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

(Weitergeleitet von Virtuell)

Virtualität ist die Eigenschaft einer Sache, nicht in der Form zu existieren, in der sie zu existieren scheint, aber in ihrem Wesen oder ihrer Wirkung einer in dieser Form existierenden Sache zu gleichen. Das Wort führt über den französischen Begriff virtuell (fähig zu wirken, möglich) zurück auf das lateinische Wort virtus (Tugend, Tapferkeit, Tüchtigkeit, Kraft, Männlichkeit).

Virtualität spezifiziert also eine gedachte oder über ihre Eigenschaften konkretisierte Entität, die zwar nicht physisch, aber doch in ihrer Funktionalität oder Wirkung vorhanden ist. Somit ist „virtuell“ nicht das Gegenteil von „real“ - obwohl es fälschlicherweise oft so verwendet wird - sondern von „physisch“.

Oft wird auch eine fiktive Figur als virtuell bezeichnet, zum Beispiel in Computerspielen oder im Zeichentrick (englisch Comic, japanisch Anime, Manga). Bekannte virtuelle Charaktere sind unter anderem Max Headroom (siehe auch Cyberspace) und Lara Croft.

Hat das geholfen? Ich bin mir nicht sicher. Wie ermordet man jemanden virtuell? Muss ich mir das vorstellen wie bei Tron? Oder diesem uralt Schinken mit Matthew Broderick wo der mit nem Computer Krieg spielt? Hab ihn nie gesehen, heißt glaub ich Wargames.

Anyway, das ist NICHT das merkwürdige an diesem Satz. Ich habe ein Problem mit dem Wort "Menschen". Das ist ein Thema was ich echt seit einem Jahr mal sehr ausführlich in einer Kolumne behandeln will, aber ich möchte es jetzt hier mal kurz anschneiden. Ist das da ein Mensch?

Wie gesagt, die Frage um die Moral beim ermorden von virtuellen Figuren ist ein Thema dem ich wirklich deutlich mehr Zeit widmen muss, aber was mich wirklich verstört, ist, dass das AAW ohne irgendwelche zweideutigkeit von Menschen spricht. In Computerspielen.

Ich weiß, der Satz fällt des öfteren von Leuten auf meiner Seite der Debatte aber...
Wer hier leidet gleich nochmal an Realitätsverlust?
Ich vertrete schon seit längerem die Ansicht, dass ein gut inszeniertes Videospiel genauso gut dazu geeignet ist eine dramatische Geschichte mit interessanten Charakteren zu erzählen wie ein anderes Medium, aber ich würde selten so weit gehen und die meisten Gegner als Menschen zu bezeichnen die ich ermorde. In den meisten Actiontiteln sind die Figuren um denen es dem AAW geht (sofern die überhaupt noch irgendeine Vorstellung ihrer Forderungen haben) schlicht und ergreifend Kanonenfutter. Ein Hindernis das es zu überwinden gilt.
Klar, natürlich können NPCs mehr sein, aber das ist nicht immer so. Und garantiert nicht in das, was sich das Aktionsbündniss unter "Tötungsimulatoren" vorstellt. :P



Wenn es jetzt ein Spiel gäbe in dem jeder Charakter so ausgefeilt und, well... "menschlich" wäre wie Alyx Vance, DANN hätten ihre Argument vielleicht ein bisschen Halt.

Mittwoch, 30. Juni 2010

Das AAW appelliert an den Bundestag

must... supress... urge... to.... scream.....

Das Aktionsbündnis ein Appell an den deutschen Bundestag veröffentlicht, in dem sie schreiben wie unheimlich wichtig ihnen doch ihre Ziele sind und der deutsche Bundestag möge doch bitte endlich ihren Forderungen nachkommen. Für den Fall, dass irgendein Sekretär im Bundestag ihre 180.000 Unterschriften verlegt hat.Wie üblich werde ich einen Bogen um das Thema Handfeuerwaffen machen, aber ihren Appell zum Thema "Killerspiele" möchte ich euch nicht vorenthalten:

Appell an den Deutschen Bundestag
Positionspapier
Das nach dem Amoklauf in Winnenden gegründete Aktionsbündnis der betroffenen Familien hat es sich zur Aufgabe gemacht bezüglich der Prävention weiterer Gewalttaten im Schulbereich mitzuarbeiten.Es wurde, um die Nachhaltigkeit unserer Ziele durch zu setzen, eine selbstständige kirchliche Stiftung gegründet, die sich gegen Gewalt an Schulen einsetzt.
Es ist uns bewusst, dass Prävention ein Vorgehen auf verschiedenen Ebenen erfordert.Es handelt sich letzten Endes um ein gesamtgesellschaftliches Problem, das eine gleichermaßen komplexe wie konzentrierte und konsequente Vorgehensweise erfordert.
Trotz Multikausalität gibt es signifikante Besonderheiten, die eine zentrale Rolle bei der Durchführung der Taten spielen.


Die Relevanz gewaltverherrlichender Medien, insbesondere der ungehinderte
Zugang zu gewaltrelevanten Computerspielen sind ein weiterer signifikanter Risikofaktor. Hier ist ebenfalls die Verantwortung des Gesetzgebers gefordert. Wir fordern ein generelles Verbot von Computerspielen, die die Identifikation mit dem Aggressor, die Belohnung aggressiver Handlungssequenzen wie das aktive Training bei Tötungssimulationen zum Inhalt haben.
Die bestehenden Verbotsregelungen werden den Erfordernissen eines ausreichenden Schutzes vor menschenverachtenden Gewaltspielen nicht gerecht.
Indizierung und restriktive Altersfreigabe sind nicht wie ein strafbewehrtes Verbot geeignet, diese Spiele vom Markt zu drängen.
Eine effektive Bekämpfung darf sich nicht auf Einschränkung der Verbreitung gewaltrelevanter Computerspiele beschränken, sondern muss ein Herstellungsverbot umfassen.
Unser Appell lautet:
Verbot von Killerspielen, die dazu dienen, virtuell Menschen zu ermorden.

Also hatten sie inzwischen soviel gesunden Menschenverstand um das Wort "virtuell" beim "ermorden von Menschen" einzufügen. Aber irgendwie wirkt das jetzt immer noch komisch, eigentlich sogar mehr als vorher. Als nur die Rede von "Spielen die dazu dienen Menschen zu ermorden" gesprochen wurde, waren eventuell ein paar Leute irritiert wie man mit Computerspielen Menschen ermorden kann. Gut, es sei denn, man benutzt die PERSCHEID-Methode.


Nun wird also nur noch von "virtuellen Menschen" gesprochen, aber verharmlost das die ganze Geschichte nicht massivst?
"Oh mein Gott, er hat einen virtuellen Menschen ermordet!"
"Wie jetzt, hat er in Die Sims die Leiter vom Pool entfernt, oder was?"
Ihr seht mein Problem. Aber nehmen wir den Appell doch noch ein bisschen mehr auseinander, shall we?
"Wir fordern ein generelles Verbot von Computerspielen, die die Identifikation mit
dem Aggressor, die Belohnung aggressiver Handlungssequenzen wie das aktive
Training bei Tötungssimulationen zum Inhalt haben."
Tötungssimulationen. Das Wort hat Jack Thompson auch gerne benutzt. Aber was ist überhaupt eine Tötungssimulation? Killman IV? Das Spiel das die beiden Jungs bei Elephant zocken?
"Indizierung und restriktive Altersfreigabe sind nicht wie ein strafbewehrtes Verbot geeignet, diese Spiele vom Markt zu drängen."
BITTE WAS?! Haben die Damen und Herren vom Aktionsbündnis mal versucht ein indiziertes Spiel hier im Laden zu kaufen? Das geht nicht! Selbst GameStop, die vor einer Weile wieder angefangen haben einzelne Titel zum Release zu verkaufen obwohl sie keine Freigabe der USK bekommen haben, verkauft keine indizierten Titel. Saturn und Media Markt auch nicht. Also ich bekomme meine "heiße Ware" von Amazon.co.uk., denn Amazon.de darf nur Gears of War-Actionfiguren verkaufen. (Äußerst amüsante Actionfiguren, wie ich anmerken möchte. ^_^ ) Warum sprechen die jetzt überhaupt auf einmal von der Indizierung. Die Spiele auf denen am meisten rumgehackt wird, Grand Theft Auto IV oder Counter-Strike sind bei uns frei im Laden erhältlich. Sofern man alt genug ist versteht sich.
"Eine effektive Bekämpfung darf sich nicht auf Einschränkung der Verbreitung
gewaltrelevanter Computerspiele beschränken, sondern muss ein Herstellungsverbot umfassen."
Ein Herstellungsverbot. Natürlich. Ich ruf eben mal bei EA und Activision an, sie sollen sofort aufhören Shooter zu produzieren. Darf es sonst noch was sein? Eine kleine Insel in der Karibik vielleicht?

Ich bin weg, muss noch was anderes machen heute.

*Ninja vanish*


Freitag, 18. Juni 2010

Die Unterschriftensammlung des AAW

Okay, wieder so ein Fall von "eigentlich gibts die News auch auf Stigma", aber das, DAS ist genau so eine Sache die mich auf die Palme bringt. Okay, vielleicht sollte ich mich beim Verfassen dieses Textes etwas zügeln, jetzt da ich weiß, dass meine Leserschaft größer ist als erwartet, aber das ändert nichts daran, dass ich schon wieder völlig ausflippen könnte.
Das Aktionsbündniss Amoklauf Winnenden a.k.a. Die Stiftung gegen Gewalt an Schulen hat sich jetzt endlich dazu entschlossen ihre Unterschriftensammlung abzugeben. Über 100.000 Unterschriften wurden für ein schärferes Waffengesetz und den Verbot von Sportwaffen gesammelt und über 85.000 Unterschriften für ein Verbot von "Killernspielen". Über die Details zum Waffengesetz und den Forderungen des AAW zum Thema Waffen möchte ich mich nicht äußern. Worüber ich mich äußern möchte, ist die Art und Weise wie das Aktionsbündniss diese Stimmen gesammelt hat.

Ihr erinnert euch womöglich noch an die Petition gegen ein Verbot von Action-Computerspielen, welche kurz nach der Innenministerkonferenz letztes Jahr ins Leben gerufen wurde. Ich habe mich selbst daran versucht eine Petition zu verfassen und habe sie ebenfalls kurz nach der Innenministerkonferenz abgeschickt, aber stattdessen wurde eben die Petition von Peter Schleußer gewählt (und nicht etwa mehrer Petitionen zusammen gelegt, wie es eigentlich sein sollte). Diese Petition schaffe es auf beachtliche 73.002 Mitzeichner. Jetzt könnte man ja sagen "oh, da haben die Damen und Herren es tatsächlich geschafft mehr Unterschriften zu sammeln als die Gegenpetition der Gaming Community". Die Sache ist nur die... das AAW hat gemogelt.

Wir Gamer (Peter und ich waren nicht die einzigen die eine eingerreicht haben) haben uns an einer offizielle Bundestagspetition versucht (kein leichtes Unterfangen wie ich anmerken möchte, den wie ich selbst schon erfahren musste, ist das Verfahren voller bürokratischer Schlingfallen), da dies die seriöseste Möglichkeit für Leute wie uns ist, unsere Meinung öffentlich kund zu tun. Eine öffentliche Petition hat dann 6 Wochen Zeit die nötigen Unterschriften zu bekommen, damit die Petition im Bundestag diskutiert wird. Sollten in den ersten 3 Wochen über 50.000 Unterschriften zusammenkommen, wird sogar der Petent zu einer Anhörung eingeladen. Nun, die Anti-Verbots-Petition kam durch und eine ganze Weile war ein Verbot von "Killerspielen" tatsächlich vom Tisch. Doch jetzt ist das AAW wieder da. Mit einer Unterschriftensammlung die sie vor über einem Jahr gestartet haben und die mehrmals wegen "großem Erfolg" verlängert wurde. Und nicht nur das, im Gegensatz zu einer offiziellen Bundestagspetition hielt es das AAW nicht für nötig nur volljährige Bürger unterschreiben zu lassen:


Ich bin nicht gegen eine Unterschriftensammlung zu welchem Thema auch immer. Auch wenn ich mit den Zielen und vorallem den Methoden des AAW nicht übereinstimme, so ist es doch ihr gutes Recht ihre Meinung kundzutun und Unterstützung zu fordern. Aber hier wird ein Erfolg gefeiert, der mit äußerst fragwürdigen Mitteln errungen wurde. Und so wie ich unsere lieben Politiker und Medien kenne bekommt das AAW jetzt nochmal ordentlich Rückendwind, während wir Gamer im Regen stehen weil wir uns an die Regeln gehalten haben.
Was soll man dazu sagen? Wir haben auch eine beachtliche Menge an Unterschriften gesammelt, aber das innerhalb weniger Wochen ohne irgendwelche fragwürdigen Fristverlängerungen über mehrer Monate verteilt. Wird die Aktion des Aktionsbündnisses ein Erfolg? Ich weiß es nicht. Ich hoffe nur irgendwer mit genug Publikum hat genug Sinn und Verstand die breite Masse auf diesen Umstand aufmerksam zu machen.

Ich werde sobald ich die Zeit finde einen Brief an die Empängerin der Unterschriften, Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt, verfassen, doch bis dahin bleibt mir nur traurig den Kopf zu schütteln aufgrund dieser Entwicklung.

Quelle: Stigma-Videospiele

*Ninja vanish*

Freitag, 11. Juni 2010

Faszination Computerspiele

Hallo meine lieben Leser, es wird mal wieder Zeit für einen längeren Beitrag:

Am Abend des 10. Juni habe ich einen Vortrag mit dem Namen "Faszination Computerspiele - KEIN unproblematisches Freizeitvergnügen" besucht, welcher in Zusammenarbeit mit dem Jugendhilfswerk entstand. Ich hatte Glück, dass mir das Poster noch mal aufgefallen ist, sonst hätte ich das völlig verpasst.

Anyway, wie sich herausstellte, war das ganze im Keller des lokalen BZ-Büros, eine willkommen kühle Abwechslung zu den heißen Hörsäälen in denen ich mir sonst Vorträge anhören, aber das nur nebenbei erwähnt. Es waren ca. 2 Duzend Leute anwesend und einmal abgesehen von meinem Bruder und mir schien das durchschnittliche Publikum in die Spalte "besorgte Mütter" zu fallen. (Ich hoffe ich trete mit dieser Ausage niemand auf die Füße, ich versuche einfach euch einen möglichst akkuraten Bericht des Abends zu liefern. Aber mehr zum Publikum später).

Bei all den Sachen die man so normalerweise über Quellen wie Stigma über solche Vorträge hört, habe ich um ehrlich zu sein das schlimmste erwartet. Aber da lag ich glücklicherweise daneben. Nach einer kurzen Einleitung ging es auch schon los. Redner war ein junger Mann namens Daniel Heinz, Jugendmedienschutzberater aus Köln, Mitarbeiter bei diversen Projekten wie dem ComputerProjekt Köln e. V., der Initiative Eltern + Medien und außerdem ist er Ex-WoWler.

World of WarCraft
war auch das zentrale Thema des Vortrags. Ich habe selber keine direkte Erfahrungen mit MMOs und bin mir nicht sicher ob daran irgendetwas ändern möchte. Zuvor ging es aber um ein paar grundlegende Dinge. Was gibt es für Systeme, was ist so faszinierend an Spielen etc. Sehr interessant fand ich die Info, dass anscheinend schon Kindergarten-Kinder dringend einen DS oder ein Handy haben wollen. Das hat mich dann doch ein bisschen überrascht. Andere Punkte waren zum Beispiel der Faktor Präsentation, in dem er ein Photo einer Insellandschaft und einer alten Hütte neben Screenshots aus Crysis zeigte und ein paar Gründe warum Videospiele so beliebt sind. Alles eher grundlegende Sachen, aber für einen Großteil des anwesenden Publikums vermutlich ein guter Einstieg.
Wenn ich jetzt an Kleinigkeiten rummeckern würde, dann z.B. daran, dass er von Star Trek Online als Spiel redete, was "auf dieser einen Fernsehserie basiert" oder, dass er ein Bild aus Star Wars falsch untertitelte.

Aber zurück zum eigentlichen Vortrag: Es ging noch ein paar Minuten um die Faszination von Spielen und es wurden noch mehrer Punkte aufgeführt wie der "Flow" in dem man beim spielen hineinkommt, die Bezüge zur realen Welt und auch soziale Faktoren beim gemeinschaftlichen Spiel. Auf Anhieb massiv sympathisch wurde mir der Mann, als er sagte, dass er nicht wirklich zur Kategorie der "Bewahrpädagogen" gehört und von der Arbeit von Dr. Pfeiffer nicht sonderlich überzeugt ist, was ihm von meinem Bruder und mir einen kurzen Applaus einbrachte, der die meisten Zuschauer vermutlich etwas irritierte.

Schließlich kamen wir zum eigentlichen Fokus des Vortrags: World of WarCraft. Daniel (wir waren 2 Minuten nach Ende der Veranstaltung per du) erzählte von den Hochs und Tiefs die ein Online Rollenspiel wie WoW bietet und verschwieg auch nicht die Geschichte von einem guten Freund der sich in eines dieser berüchtigen WoW-Löcher gezockt hat. Obwohl das eher eine Horror-Geschichte Marke Pfeiffer war, muss ich an diesem Punkt anmerken, dass der ganze Vortrag eher positiv ausfiel. Wirklich deutlich positiver als ich bei einem Medienpädagogen in einem Vortrag mit dem Thema erwartet hatte. Danke Daniel.

Der Schlusspunkt des Vortrags waren übrigens ein paar zentrale Regeln zum Umgang der Eltern mit Kindern und die möchte ich euch nicht vorenthalten. Zwar habe ich vermutlich (noch) nicht so viele Leser mit Kindern, ich fand es aber trotzdem ganz interessant.
Pädagogische Tipps:
  • Sprechen Sie mit ihrem Kind
  • Spielen Sie mit (hier gab er eine weitere Anekdote zum besten, wie er seine Mutter vor Jahren für LOOM begeistern konnte. Alte LucasArts Adventures FTW! ^_^ )
  • Stellen sie gemeinsame Regeln auf
  • Orientieren Sie sich an Zeitvorgaben
  • Achten Sie auf die Kennzeichnungen (okay, der Punkt ist vielleicht debatierbar)
  • Zeigen Sie Verantwortung
  • Bieten Sie Alternativen
  • Tauschen Sie sich mit anderen Eltern aus
  • Computerspiele nicht als erzieherische Maßnahme nutzen (gemeint ist, dass man Spiele nicht als einen zentralen Dreh- und Angelpunkt des jugendlichen Lebens darstellen darf)
  • Informationsangebote nutzen
  • SIE sind der Experte für ihr Kind

Während des Vortrags kam es immer wieder zu kleinen Unterbrechungen und Fragen aus dem Publikum, was schließlich in einer größeren Frage/Antwort Runde endete. Ohne irgendwie selbst-beweihräuchernd wirken zu wollen, da bin ich richtig aufgegangen. Nach Ende des Vortrags habe ich mich noch eine halbe Stunde mit einigen Leuten dort unterhalten und die meisten waren wirklich daran interessiert was ich zu sagen hatte. Ohne übertreiben zu wollen, aber das gehörte eigentlich schon immer zu meinen Zielen für die Arbeit hier. Leuten, die relativ wenig Erfahrung mit dem Medium Videospiele haben, meine Standpunkt zu diesem dann doch relativ weit gefächertem Thema dar zu legen (und nicht zuletzt verdeutlichen, dass die meisten Berichte im Fernsehen zu dem Thema erstunken und erlogen sind).
Ich wurde während ich mich noch mit jemanden unterhalten habe von 2 Damen gefragt ob ich noch kurz Zeit hätte für ihre Fragen und habe mich auch noch auf der Straße weiter mit ihnen unterhalten als wir schließlich aus dem Saal geschmissen wurden.
Wie bereits gesagt, lag der Fokus der Veranstaltung eher auf exzessivem Spielen und Online-Games wie WoW, daher war Daniel anscheined sogar recht dankbar, dass ich nach dem Vortrag noch etwas zu anderen Themen zu sagen hatte, die ein paar der Gäste ebenfalls interessierten. Jemand fragte mich sogar, ob ich absichtlich im Publikum plaziert wurde. ^^

Auf jeden Fall konnte ich noch ein paar Visiten-Karten loswerden und ich denke ihr werdet in den nächsten Wochen wieder etwas mehr von mir lesen, ich habe ein paar Kontakte geknüpft wo sich sicher noch was entwickeln wird und habe noch ein paar Ideen für neue Artikel.

Freitag, 28. Mai 2010

RTL missbraucht Youtube-Video

In den letzten 18 Monaten sind mir ein Haufen fieser Fernsehbeiträge unter die Augen gekommen. Ich bin es ja gewohnt, dass sich Sendungen im Öffentlich-Rechtlichen selten für die Wahrheit interessieren wenn es zu diesem Thema kommt also dürfte es mich wirklich nicht überraschen, dass auch die Privaten ein Stück vom Kuchen abhaben wollen. Aber die schiere Dreistigkeit dieses Beitrags ist ein neuer Tiefpunkt.



Was ihr hier nicht seht, ist, dass das Video von Youtube-Nutzer Justcheap, dessen Account aus bisher unbekannten Gründen gesperrt wurde, nachträglich bearbeitet wurde. Er redet nicht etwa mit seinen Figuren weil er keine Freunde mehr im echten Leben hat, sondern erstellte nur ein kommentiertes "Let's Play"-Video von Modern Warfare 2.



Ich kenne an diesem Punkt natürlich nicht die kompletten Hintergründe. Aber das 2. Video erscheint mir doch deutlich authentischer. So weit ist es schon gekommen: Das Fernsehen kann keine eigenen Lügenbeiträge mehr produzieren und fängt an die von Gamers zu bearbeiten. Meine Frustration kennt keine Grenzen.

Edit: Ganz ehrlich Youtube: könnt ihr keine Größe anbieten die gut in Blogger reinpasst. :P

Sonntag, 14. März 2010

Neuer Brief an den Bundespräsidenten

Nachdem es Horst Köhler sich schon wieder nicht verkneifen konnte, bei der Gedenkfeier für Winnenden auf Computerspielen rumzuhacken, musste ich mal wieder einen Brief schreiben, auch wenn ich auf den letzten nie eine Antwort bekam.


Sehr geehrter Herr Bundespräsident,

es ist jetzt ein Jahr her, dass ich ihnen zuletzt geschrieben habe. Im März 2009 sprachen sie auf der Trauerfeier zum Gedenken der Opfer der Ereignisse von Winnenden und Wendlingen und in diesem Zusammenhang auch über die Gewaltdarstellung in den Medien. Es waren nur 3 kurze Sätze, aber sie sind mir in Erinnerung geblieben, weil sie so aus dem Rest Ihrer Rede herrausstachen. Ich weiß nicht, ob Sie Ihre Reden selber schreiben, aber ich war sehr überrascht darüber, wie das Thema in der Rede so beiläufig angesprochen wurde, als ob das des Rätsels Lösung wäre. Und das, obwohl sie nur ein paar Minuten zuvor in dieser Rede ihren Vorgänger Johannes Rau zitierten, dass es keinen Sinn mache nach schnellen Erklärungen zu suchen.
Ich war damals sehr verärgert über Ihre Rede. Die Art und Weise wie Sie das Medium Videospiele abfertigen und damit einer ganzen Generation vor den Kopf stoßen. Es sind genau solche Aussagen wie die Ihren, die wir Spieler uns auch regelmäßig von Presse und Fernsehen anhören müssen. Unser Hobby, unsere Leidenschaft, werden mit wenigen Sätzen zum Feindbild der Nation erklärt.

Das war vor einem knappen Jahr und nun muss ich feststellen, dass sich immer noch nichts geändert hat. Es ist sogar schlimmer geworden. Letztes Jahr appellierten Sie in ihrer Rede noch an den "gesunden Menschenverstand", doch jetzt gehen Sie einen Schritt weiter und fordern in Ihrer Rede zur Winnenden-Gedenkfeier die Bürger auf "sich zur Wehr zu setzen und Grenzen zu ziehen". Ich bin schockiert und enttäuscht darüber, wie Sie quasi die Diskriminierung einer großen Gruppe der Bevölkerung aufgrund einer harmlosen Freizeitbeschäftigung fordern. Die einzige Erklärung die mir dazu einfällt ist, dass sie wie so unzählige andere Leute die ihre Meinung zum Medium Video- und Computerspiele teilen, einfach nicht wissen worüber sie da reden. Ich möchte Sie damit nicht beleidigen, aber die Art und Weise wie Sie über dieses Thema reden, zeugt davon, dass Sie nicht wirklich Erfahrung in diesem Bereich haben.
Wenn Sie sich einmal ein bisschen mit der Materie beschäftigen, oder vielleicht einmal ein Gespräch mit Jemanden führen würden der gerne "brutale" Computerspiele spielt, dann würden Sie vielleicht erkennen, dass man dieses Medium nicht einfach auf den Gewaltfaktor reduzieren kann. Ein gutes Computerspiel, unabhängig davon wie "gewalttätig" der Inhalt ist, hat so viel zu bieten: Eine spannende Geschichte, eine fantastische Welt zum erforschen, ein Erlebnis intensiver und beeindruckender als ein Film oder ein Buch je sein könnte. Aber daran haben Sie offensichtlich kein Interesse, sonst würden Sie nicht so abfällig über das Thema reden.

Einmal abgesehen davon, hat sich schon vor Monaten herrausgestellt, dass der Täter von Winnenden nur sehr wenig Zeit mit "gewalthaltigen" Computerspielen verbracht hat. Das hat Sie aber nicht von diesem peinlichen Seitenhieb in ihrer Rede abgehalten. Ich nenne es "peinlich", weil ich es wirklich kaum fassen kann, wie ein Mann in ihrer Position solche Sätze von sich geben kann. Noch dazu ohne jeden Zusammenhang zum Rest ihrer Rede.
Es ist tragisch, dass unser Bundespräsident solch eine Ignoranz gegenüber einem Thema zeigt, welches vielen Menschen aus meiner Generation so viel bedeutet. So viel, dass wir auf die Straße gehen müssen um auf die öffentliche Vernichtung von Kulturgut aufmerksam zu machen. Ein ganzes Medium, welches bei uns von Politikern und Presse verteufelt wird, während es der Rest der westlichen Welt als das akzeptiert was es ist: Ein integraler Bestandteil der Jugendkultur, der Entwicklung der Medien, ja sogar unseres Lebens.

Ich bin schwer enttäuscht von Ihnen, wie Sie ein tragisches Ereignis wie die Tat von Winnenden dazu nutzen können auf einem Thema rumzuhacken von dem Sie offensichtlich nur sehr wenig wissen. Es sind Aussagen wie die Ihre, die junge Menschen wie mich den Glauben an die Politik verlieren lassen.

Konrad Huber

Montag, 1. Februar 2010

interessanter Artikel im Amnesty Journal

Zuallererst könnte ich mir in den Hintern beißen, weil ich das Magazin gekauft habe und erst danach rausgefunden habe, dass es den Artikel auch online gibt.

Anyway, kürzlich gab es einen lesenswerten Artikel zum Thema Kriegspiele im Amnesty Journal. Der Autor Thomas Lindemann schreibt über Spiele mit Kriegsszenarien und stellt sich die Frage ob Gewalt unterhalten darf. Es ist, abgesichts des Themas und vorallem der Quelle ein äußerst positiver Artikel und er trifft mit einigen Sätzen auch die Punkte, die ich versucht habe in meinen Kolumnen zu Modern Warfare 2 darzustellen.

Es tut auf jeden Fall mal gut zu lesen, dass es auch noch Journalisten mit ein bisschen Hirn gibt, wenn es zu diesem Thema kommt.

Montag, 4. Januar 2010

Green Ninja: Year One

Zugegeben, es ist nicht direkt schon ein Jahr 'Windmühlen', aber am 9. Januar 2009 wurde mein erster Beitrag auf direktzu veröffentlicht, was im Prinzip der (neu-)Beginn für meine Arbeit hier war und ich begann für meine Aktionen im Internet zu "werben". Den Blog habe ich dann erst im März gestartet um den ganzen Kram zu dokumentieren.

Also, was habe ich erreicht? Ich hatte ja bekantermaßen 3 Ziele.

1. Den Kampf gegen die hässlichen neuen Logos der FSK und USK.
Ich hatte ja im Frühling eine Petition gegen diese verfasst, die aber wegen meines vorangegangenen direktzu Beitrags abgelehnt wurde. Glücklicherweise haben viele Filmverleihe und sogar einige Spiele-Publisher erkannt, dass die nicht gerade das gelbe vom Ei sind und so gab es eine Menge Alternativen. Wendecover bei Filmen und Spielen sowie verschiedene Lösungen für Steelbooks.
Wieviel davon jetzt durch meine diversen Mails ausgelößt wurde überlass ich jetzt mal eurer Phantasie. Es gibt immer noch einige Verleihe die das nicht ganz kapiert haben, wie zum Beispiel Concorde. Denen werd ich bei Gelegenheit nochmal auf die Nerven fallen deswegen.


2. Die als Jugendschutz getarnte Zensur in Deutschland a.k.a. Indizierung durch die BPjM
Auch hier zeigte sich Frau von der Leyen nicht sonderlich umgänglich. Hier musste ich aber auch feststellen, dass die Frau absolut kein Interesse daran hat, irgendetwas an dieser Situation zu ändern. Mein letzter direktzu Beitrag wurde nicht mehr veröffentlicht und kurz darauf hat Frau von der Leyen endlich den Posten gewechselt. Auch wenn ich nocht nicht ganz verstehe wie sie ihr neues Fachgebiet durch das aufstellen von Verkehrsschildern verbessern kann.
Im Moment arbeite ich noch an einem Brief an die neue Familienministerin, Frau Köhler, in der Hoffnung, dass diese etwas umgänglicher ist.
Einmal abgesehen von einem kurzem Aufmuckser von EA hat sich die Industrie hierbei sehr ruhig gehalten. Ich wünschte die würden sich da mehr gegen wehren.

3. Die Killerspiel-Debatte
Zuallerst sollte ich vielleicht sagen warum ich plötzlich wieder den ganzen Begriff nutze und nicht einfach nur [K-Wort] schreibe. Nun, wie meine Kollegen bei GU mir gesagt haben, ist das ganz simpel. Google. Wer im Internet Aufmerksamkeit haben will, der muss schnell bei Google zu finden sein und die mögen nunmal Schlagwörter. Wer nach Konrad Huber sucht findet einen meiner direktzu Beiträge gleich auf der ersten Seite (was ich, btw. echt cool finde^^).
Was die eigentliche Debatte angeht: da tut sich nicht viel. Das Aktionsbündniss Winnenden hat mit seiner Spieleverbrennung im Oktober ja nicht so viel erreicht, auch wenn sie ja angeblich ganz andere Ziele hatten.
Die Medien hacken weiter genüßlich auf dem Thema rum, auch wenn es für die Politik wohl erstmal wieder gegessen ist. Im Koalitionsvertrag steht meines Wissens nach sogar etwas, dass Jugendkultur mehr respektiert werden soll.


Alles in allem, könnte die Bilanz etwas besser aussehen, aber ich habe diesen Blog nicht so getauft weil ich mir schnelle Erfolge verspreche (auch wenn es natürlich schön wär). Ein weiterer Punkt der mich so richtig ankekst, ist die ganze Geschichte um verfassungsfeindliche Symbole (read: Hakenkreuze) die in Videospielen nicht dargestellt werden dürfen, in Filmen aber schon. Hat irgendwas damit zu tun, dass Filme (anscheinend egal, was für welche) als Kunst annerkannt sind und Videospiele nicht.

Was könnt ihr 2010 sonst noch von mir erwarten? Nun, ich habe da schon eine ganze Weile einen längeren Text im Kopf, was das Medium Videospiele betrifft und ich werde es aller Vorraussicht nach in mehreren Teilen auf Gamersunity veröffentlichen.
Apropos, wäre nett wenn ihr GU unter euren Freunden und Bekannten mal ein bisschen weiterempfehlen könntet. Wir sind am wachsen, aber sowas braucht auch neue Leser. ;)


Meine Mail an die GamePro neulich wurde übrigens nicht abgedruckt, allerdings ein anderer Leserbrief der im großen und ganzen den selben Inhalt hatte und ein bisschen netter formuliert war.

Das wars im Großen und Ganzen. Morgen müsste meine Xbox endlich wieder ankommen, dann kann ich auch die bösen indizierten Spiele die ich miraus England bestellt hab endlich zocken. ^^
Danke für's Lesen.


*Ninja vanish*