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Donnerstag, 31. Dezember 2015

Best of 2015

Es ist mal wieder soweit! Das Jahr floskelt sich dem Ende zu und es gilt Klischees zu wiederholen. Also reden mal wieder alle über die besten Spiele des Jahres. Dabei habe ich das selbe Problem wie immer: Ich habe nur einen Bruchteil der Spiele gespielt, die dieses Jahr erschienen sind. Ich werde mein bestes tun um die Liste deswegen etwas abwechslungsreicher zu gestalten als sonst.

Mittwoch, 9. Dezember 2015

Metal Gear Solid V: The Phantom Pain

Es hat deutlich länger gedauert als erwartet, aber mein Review zu Metal Gear Solid V: The Phantom Pain ist endlich online. Ich hatte so viel Spaß mit diesem Spiel, dass ich unbedingt eine Kritik schreiben wollte, wurde dann aber ausgebremst als das Spiel selbst... naja, ausbremste.

Trotz dem ganzen Debakel um Konami ist MGSV ein wirklich wirklich tolles Spiel, das eure Zeite verdient hat. Aber kauft es gebraucht, denn Konami hat euer Geld nicht verdient. Hier gibt's mein Review.

Dienstag, 6. Oktober 2015

"Hey, you're that Ninja."

Zusammen mit einer Freundin habe ich mich also daran gemacht, mal wieder das erste Metal Gear Solid zu spielen. Dabei habe ich eine neue Theorie entwickelt: MGS ist das Naked Gun der Videospiele.

METAL GEAR?!

Hey, erinnert ihr euch, wie ich vor einiger Zeit angekündigt habe, alle Metal Gear Solid Teile in chronologischer Reihenfolge zu spielen. Okay, um genau zu sein sind es jetzt über 3 1/2 Jahre. Es kam mir halt was dazwischen, aber jetzt bin ich definitiv wieder dran. Freut euch auf den Rest der Metal Gear Solid Retrospektive.



Mittwoch, 2. September 2015

Picture my Day-Day #19

Ah, endlich wieder Picture-my-day-Day, der Tag an dem Leute im Internet ihren Tagesablauf fotografieren. Wie üblich fiel der Event auf einen normalen Arbeitstag, was den Zeitraum zwischen 9 und 19 Uhr nie sonderlich spannend aussehen lässt. Ansonsten bestand die Freizeitgestaltung aus den üblichen Verdächtigen.

Das ist nicht gestellt. So sehe ich morgens wirklich aus.

Freitag, 26. September 2014

Top 20 Games - Nachtrag

Kürzlich habe ich eine Liste meiner Top 20 Lieblingsspiele gepostet. An dieser Liste habe ich ein Weilchen gefeilt. Und natürlich fielen mir nur wenige Stunden nach der Veröffentlichung ein ganzer Stapel Namen ein, die eigentlich ebenfalls auf dieser Liste stehen sollten. Betrachtet dies also ein Nachtrag zu meiner Liste, honorable mentions, sozusagen.

Mittwoch, 1. Januar 2014

Der Next-Gen Vorsatz

Guten Morgen! Ich hoffe ihr seid alle wieder fit. Ein frohes neues Jahr euch allen zusammen! Ich wünsche euch, dass ihr eure selbst gesetzten Ziele erreicht und euch viele gute Dinge passieren. 
Einen Jahresrückblick spare ich mir dieses Mal, denn mein 2013 war weder sonderlich aufregend noch ereignisreich. Stattdessen gibt es heute für euch meinen "guten Vorsatz für's neue Jahr". Ihr habt es vermutlich mitbekommen: Playstation 4 und Xbox One sind endlich in den Wohnzimmern angekommen, die "Next Gen" hat offiziell begonnen. Aber ich habe mir bisher weder das eine noch das andere zugelegt. Warum? Nun, zum einen deswegen:

Dieses Video hat so viel recht, dass es weh tut. Ich habe seit 2001 jeden Launch von Nintendo mitgemacht und die anderen mehr oder weniger verfolgt und kann nur sagen dieses Video passt wie eine Bombe in King Dodongos Luftröhre. Diese Generation sogar deutlich mehr als sonst. Ich hatte schon zum Launch sehr viel Freude an meiner Wii U, aber das ändert nichts daran, dass as Line Up die ersten 6 Monate dezent erbärmlich war und ich mich jetzt drüber ärgere, dass ich nicht die schicke Zelda-Version besitze.
Sollte ich mir irgendwann eine weitere Next-Gen Konsole zulegen wird es mit Sicherheit eine PS4, weil mir Sonys Exklusivtitel einfach besser gefallen die von Microsoft. Dennoch habe ich mir für dieses Jahr einen Vorsatz gefasst: Ich möchte keine Playstation 4 kaufen, bevor ich nicht meinen Pile of Shame an Playstation 3 Games abgearbeitet habe.

Das sind alle meine PS3 Spiele, die ich bisher nur wenig bzw. gar nicht gespielt habe. Die Sammlung wuchs und wuchs, seit ich mir vor 2 Jahren die Konsole zulegte. Ich habe vor jedes dieser Spiele ausgiebig zu spielen, auch wenn ich mir hier und da vielleicht eine Ausnahme erlauben werde. So konnte mich Skyrim bisher gar nicht begeistern und für Ni No Kuni brauch ich nochmal richtig Anlauf um da wieder reinzukommen. Ich freue mich auf sehr viele Spiele in diesem Stapel, in einige werde ich mich erst wieder einarbeiten müssen. Es ist weiterhin mein Plan mich durch die gesamte Metal Gear-Saga zu spielen, aber Peace Walker war ziemlich ätzend, als ich es zuletzt gespielt habe. Valkyria Chronicles war sehr interessant, aber ich wüsste jetzt nicht mehr wie es funktioniert.

Ich werde euch auf jeden Fall über meinen Fortschritt beim Abarbeiten des Backlogs informieren, doch jetzt steht erst mal eine 1. Januar Tradition an.





Dienstag, 17. April 2012

Quick Time Gear Solid

Nachdem ich mich in meinem vorletztem Post zu Metal Gear Solid: Peace Walker darüber aufgeregt habe, wie die Graphic Novel Zwischensequenzen plötzlich mit Quick Time Events kombiniert wurden. Der gute Ductos hatte mich davor gewarnt, dass es etwas später im Spiel eine Szene geben würde, bei der ich vor Frust meinen Controller zuerschmettern würde. Nun, so weit ist es dann doch nicht gekommen, aber wirklich spannend waren sie auch nicht.

Da wäre zum einen die obligatorische Metal Gear-Foltersequenz in der wir ganz schnell hinter die Dreieck-Taste drücken müssen, damit Snake nicht stirbt. Weil das hat in den alten Spielen ja auch soooooo viel Spaß gemacht.
Jup. Es ist ein "Press X not to die"-Moment

Egal, auf jeden Fall kämpfen wir kurz darauf zum ersten Mal gegen den Peace Walker-Prototypen. Der Kampf selbst leider kaum der Rede wert, wie so ziemlich alle Bosskämpfe in diesem Spiel. Was direkt auf den Kampf folgt, hat mich dann aber doch überrascht. Der relevante Teil beginnt ab 2:30


Auf der einen Seite ist der so ziemlich coolste Moment im ganzen Spiel. Nur wenige Stunden nachdem Snake (mal wieder) fast zu Tode gefoltert wurde, springt er auf ein Pferd um damit einem fast unzerstörbarem, mit Atomraketen bestücktem, vom Geist seiner verstorbenen Mentorin angetriebenem Kampfläufer aufzuhalten. Er reitet ihm hinterher, weicht dabei den Geschossen von Peace Walker aus und muss sich im Wald vor umfallenden Bäumen in acht nehmen. Es ist so ein epischer "Fuck Yeah!"-Moment, wie es sie dann doch überraschend oft in einer Serie mit so trägem Gameplay wie Metal Gear Solid gibt.
Auf der anderen Seite wiederum, leiden diese Momente unter der minimalistischen Präsentation und Steuerung. Das Einblenden der relevanten Tasten nimmt der Szene sowieso jegliche Atmosphäre. Aber selbst ohne, erinnert mich die ganze Szene irgendwie an das hier:
Ich will ja nicht über alles lästern was mir bei Metal Gear auf den Keks geht, aber... naja, es geht mir halt eine ganze Menge auf den Keks. Eines Tages mach ich mit dieser Serie was Spoony mit Final Fantasy gemacht hat.

Donnerstag, 12. April 2012

Was zum Teufel ist das für ein Ding?

Nachdem ich mich jetzt eine Weile mit Mass Effect 3 und Kid Icarus: Uprising beschäftigt habe wird es mal wieder Zeit mit dem gesammelten Wahnsinn von Hideo Kojima zu widmen. Ich habe zusammen mit dem Ductos noch ein paar Missionen Metal Gear Solid: Peace Walker gespielt und einmal abgesehen davon, dass das grundlegende Gameplay immer noch ziemlich grob und das Pacing ziemlich miserabel ist, gab es eine Sache, die mich besonders gestört hat: Die Technologie, oder um genau zu sein, der Chrysalis.
Obwohl MGS1 und 2 mehr oder weniger in der Gegenwart spielen, sind die bis zum Rand gefüllt mit Science-Fiction High Tech Gedöns. Der Soliton-Radar, der einem die Sichtkegel der Gegner anzeigt. Tarnanzüge, die einen quasi komplett unsichtbar machen. Ach ja, und der riesige zweibeinige Panzer der Nuklear-Raketen mit einer Railgun verschießt. Und das ist in den Teilen auch noch okay. Aber die Geschichte von Big Boss, spielt lange davor. In den 60er und 70er Jahren.
In Metal Gear Solid 3 kämpft Snake gegen den Shagohod, ein gewaltiges Amalgam aus Luftkissenfahrzeug und Geländepanzer, ausgestattet mit Raketentriebwerken. Es ist verrückt, aber nicht so abwegig wie eine der Boss Gegner in Peace Walker, der Chrysalis: Eine Art Helikopter-Antigrav-Schwebe-Ding, betrieben von Künstlicher Intelligenz, bewaffnet mit einer fucking Railgun!
Mein Problem mit diesem Ding ist nicht, dass es zu abgefahren für Metal Gear ist, oder, dass die Art von Fahrzeug nichts in diesem Setting zu suchen hat. Ich habe erst vorgestern Abend einen Film mit Nazi Ufos gesehen. Aber das Design und die Technologie ist mir einfach zu futuristisch für 1974.
An keinem Punkt sagt irgendjemand "Oh mein Gott! Wie kann so eine Maschine überhaupt existieren?!", oder irgendwas in der Art. Es ist so inkonsistent mit dem Setting und der Geschichte über nukleare Abschreckung während des Kalten Krieges.

So sehr mich der Kampf auch angekekst hat, kurz darauf musste ich laut über eine andere Szene lachen. Manchmal funktioniert Kojimas Metahumor halt doch.



*Ninja vanish*

Donnerstag, 1. März 2012

Peace Talker

In meinem wahnsinnigem Selbstversuch wie viel Metal Gear das menschliche Gehirn ertragen kann bevor es einem zu den Ohren hinausläuft bin ich nun bei Metal Gear Solid: Peace Walker angekommen. Chronologisch gesehen ist es der dritte Teil, nach Snake Eater und Portable Ops für die PSP. Da ich bisher aber nichts Gutes über Portable Ops gehört habe und ich mir im nächsten Jahr garantiert keine PSP kaufen werde, muss ich den Teil wohl einfach auslassen. Ich habe versucht eine Storyzusammenfassung im offiziellen Wiki zu lesen, hab aber nach dem ersten Drittel aufgegeben. Da sind die 10 Minuten zu PO in der Gametrailers Retrospektive etwas angenehmer.

Die Story ist für Metal Gear-Verhältnisse bisher sehr zurückhaltend. Wir lernen mehr über Big Boss, seine Geschichte und seine Motivation. Wir lernen außerdem was es mit Outer Heaven auf sich hat. Allerdings fehlt dem Spiel schon irgendwas, wenn Snake nicht regelmäßig gegen irgendwelche aufgeputschten Supersoldaten kämpft.
Ach, und dann wäre da noch die Sache, dass Snakes Mentor The Boss, die er ja vor 10 Jahren töten musste, als Vorlage für eine K.I. benutzt wird, mit der ein mit Atomraketen bestückter Kampfläufer ausgesrüstet werden soll, der dann als ultimative Abschreckung im Kalten Krieg dient und jetzt muss sich Snake fragen ob er es über sich bringt Boss noch einmal zu töten, während die Frau die diese K.I. entwickelt hat anscheinend Boss' Geliebte und möglicherweise die Mutter von Hal Emmerich ist, der 30 Jahre später den nächsten Metal Gear bauen wird, der wiederum von Snakes Sohn, der ebenfalls Snake heißt, zerstört wird.
Ich hab gesagt, dass dieser Teil simpler ist, als die anderen, oder?

Metal Gear Solid: Peace Walker erschien im Juni 2010 für die PSP. Damit ist es das aktuellste Spiel der Reihe und sollte somit endlich mal ein paar Ecken und Kanten ausgebügelt haben. Und das hat es auch, im weitesten Sinne.
In Sachen Steuerung kann Snake jetzt endlich gleichzeitig laufen und schießen, was schonmal ein enormer Fortschritt ist. Wenn ihr euch jetzt auf eine Schießerei einlasst und den Kürzeren zieht, liegt es zumindest nicht an der Steuerung, sondern am Gegneraufkommen und eurer Ausrüstung. Das ist so eine Sache mit Stealth-Games. Wenn ich erwischt werde und mich aus der Scheiße buddeln muss, will ich nicht auch noch gegen die Steuerung kämpfen müssen.

Dafür hat das Stealth-Gameplay etwas gelitten. Weil das Spiel für die PSP entwickelt wurde, ist Snake in der Mobilität etwas eingeschränkt: Man muss einen Knopf gedrückt halten, damit er sich an eine Wand presst und dann kann Snake aber nicht an ihr entlangkriechen.

CQC ist wieder da und etwas besser als im Vorgänger. Ist Snake von Gegner umrundet, kann er mehrere in schneller Reihenfolge auf die Bretter schicken, auch wenn man jeden von ihnen 2mal packen und werfen muss, damit sie auch liegen bleiben.

Das Pacing ist mal wieder eine absolute Katastrophe. Da Peace Walker ursprünglich ein Handheld-Spiel war, sind die Missionen meist recht kurz und kompakt, was an sich eine sehr schöne Idee wäre. Da aber Hideo Kojima immer noch niemand den Stift weggenommen hat, leidet auch dieser Metal Gear-Teil unter regelrechten Expositionsorgien, dieses mal verpackt als Graphic Novel. Das wäre alleine schon schlimm genug, aber wenn Kojima-Zwischensequenzen dann auch noch mit fucking Quick Time Events kombiniert werden, krieg ich echt die Krätze.

Und dann ist es sogar nur eine Rückblende -_-

Sonntag, 19. Februar 2012

Fuck you, CQC

Selten habe ich ein Spiel gespielt, das gleichzeitig so brilliant und so furchtbar war wie Snake Eater. Dieses Spiel ist so randvoll gestopft mit großartigen Ideen für ein Stealth Spiel. Die schiere Menge an Optionen ist überwältigend! Was mache ich mit dieser Wache? Soll ich ihn mit einer gefangenen Schlange bewerfen? Mit einem Porno-Heftchen ablenken? Als menschlichen Schutzschild benutzen? Mit Flashbangs betäuben? Mich von einem Baum auf ihn drauf fallen lassen? An einer Hand von einem Baum hängen lassen und ihn beschießen? Oder mich einfach nur von hinten anschleichen und ihm die Kehle durchschneiden?
All diese Optionen und noch einige mehr stehen Naked Snake in diesem Spiel zur Verfügung. Ich bin überrascht, dass es keine Möglichkeit gibt Ewok-inspirirte Baumstammfallen aufzustellen.
Warum greife ich die meisten Zeit also einfach nur Betäubungspistole? Weil es am einfachsten ist. Der Betäubungspfeil lässt Wachen zwar aufschrecken, aber dann stehen sie erst nochmal einen Moment rum. Werden sie mit einer normalen Waffen beschossen und können Snake nicht sehen, gehen die sofort in Alarmbereitschaft und suchen die Gegend ab. Ich kann aber auch unter einen Panzer kriechen und ihnen solange Betäubungspfeile in den Knöchel schießen bis sie einschlafen.

Was mich ebenfalls davon abhält eine von Snakes gefühlten tausend anderen Arten zur Wachpostenbeseitigung zu nutzen ist die teilweise völlig verkorkste Steuerung. Ja, ich kann mich von hinten an Gegner anschleichen und sie festhalten. Auch wenn sie mich jedes fucking mal in letzter Sekunden bemerken, kann man sie immer noch mit CQC (Close Quarter Combat) packen und "weiterverarbeiten". Aber auch das ist unnötig kompliziert? Gegner verhören müsst ihr so gut wie nie. Als Schutzschild benutzen ist eine Option, aber selten seid ihr in einer Position, wo das wirklich sinnvoll ist. Also einfach einen Betäubungspfeil in den Hinterkopf schießen und gut ist. Das ist so effektiv, ich hab es gar nicht nötig, Skorpione leben einzufangen und als Wurfgeschosse zu benutzen.

Überhaupt erscheint mir das CQC-System wirklich nur die absolut letzte Lösung zu sein. Im Kampf gegen Colonel Yevgeny Borisovitch Ich-grabsch-dir-an-die-Eier Volgin wird einem zwar erklärt, man können ihn mit CQC angreifen, wenn er sich eine Blöße gibt, aber warum ihn ein bisschen mit dem Messer pieksen wenn ich ihm auch eine Ladung Schrot in den Rücken schießen kann?An diesem Punkt kann man natürlich argumentieren, dass MGS ein Stealth-Spiel über einen Elite-Soldaten ist. Der ballert nicht wie Rambo um sich. Aber trotzdem habe ich eher das Gefühl gegen die Steuerung zu kämpfen und nicht gegen einen Gegner. Für ein Stealth-Spiel fehlt dem eigentlichen Gameplay schlichtweg die Eleganz und Präzision, die z.B. ein Batman: Arkham Asylum auszeichnet.

Auch der finale Kampf gegen The Boss leidet unter der merkwürdigen Mechanik. Der Kampf an sich ist mal wieder große Klasse. In einem weiten Feld muss sich Snake seinem Mentor stellen. Dummerweise ist Boss im Vorteil, besser ausgebildet und bewaffnet. Deswegen muss Snake erneut durchs Gras kriechen um sie zu überraschen. Aber wie auch schon bei Volgin kann man sich das groß angepriesene CQC echt sparen, weil es einfach deutlich effektiver ist The Boss mit dem Scharfschützengewehr zu überraschen.

Es gibt garantiert ein paar Wahnsinnige, die MGS3 nur mit Hilfe von CQC durchgespielt haben. Es soll ja auch Leute geben, die das erste Resident Evil nur mit dem Messer spielen. Aber so unglaublich stylisch es auch wäre, wenn die letzte dramatische Konfrontation zwischen Snake und Boss nur durch ihre Fähigkeiten im Zweikampf entschieden werden würde, macht es schlicht und ergreifend nicht viel Spaß.

Montag, 13. Februar 2012

the end of The End

In Metal Gear Solid 3 gibt es wie in jedem anderen Teil der Serie eine Reihe von ziemlich abgefahrenen Endgegnern. Hier sind es die Gefolgsleute von Snakes ehemaligem Mentor The Boss, die Cobra Unit. Sie besteht aus wahnsinnigen Meta-Menschen wie The Pain, der in seinem Körper einen Hornissenschwarm heranzüchtet, den er telepathisch kontrollieren kann.

Ein ganz besonders Mitglied der Cobras ist The End, ein über 100 Jahre alter Scharfschütze. Er wird auch The Father of modern Sniping genannt. Zwei mal bekommen wir ihn im Spiel zu sehen, bevor es zu einem Kampf mit ihm kommt. Er verbringt einen Großteil der Zeit schlafend in einem Rollstuhl und sammel all seine Kräfte für einen finalen Kampf, das Duell der Duelle.

Sonntag, 12. Februar 2012

Fable Gear Solid

Wer mir auf Twitter folgt, hat es garantiert schon mitbekommen: Ich spiele grade wieder Metal Gear Solid. Eines der Spiele auf das ich mich am meisten gefreut habe auf der Playstation 3 zu spielen ist Metal Gear Solid 4, aber als die HD Collection angekündigt wurde, dachte ich mir geb mir die volle Dosis:
  • Metal Gear Solid 3: Snake Eater HD
  • Metal Gear Solid: Peace Walker HD
  • Metal Gear
  • Metal Gear: Solid Snake
  • Metal Gear Solid oder Metal Gear Solid: Twin Snakes (wenn ich mir MGS im Playstation Network runterlade, welche Sprache hat das dann?)
  • Metal Gear Solid 2: Sons of Liberty HD
  • Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots

Ich weiß noch nicht ob das ich überleben werde, teilweise fließt mir jetzt schon das Hirn zu den Ohren raus. (Leider habe ich keine PSP und deswegen auch keine Gelegenheit Metal Gear Acid zu spielen. Lohnen die sich denn?)

Das Franchise ist legendär und das hat seine Gründe. Der erste Teil hat das Stealth Genre quasi begründet. Ohne Solid Snake würde Sam Fisher heute in einem Copy Shop arbeiten. Dabei kämpft man öfters gegen die Steuerung und die Kamera als gegen den titelgebenden Battlemech. Das Pacing ist eine absolute Katastrophe. Wenn man Glück hat, bekommt man 30 Minuten ununterbrochendes Gameplay, bevor einem jemand über Funk wieder erklärt wer grade wen warum verraten hat, über den Horror des Krieges philosophiert oder mir erzählt, dass Snake dringend eine Waffe in Form einer Schlange braucht. Dann gibt es natürlich noch die schier endlosen Zwischensequenzen, die vor Melodrama und hölzernen Dialogen geradezu überquellen. Und vergesst den Gun-Porn nicht!

Viel wurde zu Hideos Kojimas pixelgewordendem Wahnsinn geschrieben und ich selber könnte auch so einiges dazu schreiben. Heute möchte ich mich aber einem ganz bestimmten Punkt widmen: Was Hideo Kojima mit Peter Molyneux gemeinsam hat.

Wie gesagt, ich habe angefangen mit dem HD Remake von Metal Gear Solid 3: Snake Eater. Während des Kalten Krieges wird unser Held Snake in Russland abgeworfen. Er soll einen Wissenschaftler retten, seinen alten Mentor töten und eine gigantische Kriegsmaschine zerstören die aber überhaupt gar nichts mit Metal Gear zu tun hat.

Snake Eater hat das Grundprinzip der beiden Vorgänger um mehrere Elemente erweitert: Ausdauer und Essen, Heilung und Tarnung.

Während ihr euch so durch den Dschungel kämpft, verliert Snake konstant an Ausdauer und diese muss wieder aufgefüllt werden, in dem ihr zwischendurch etwas esst. Allerdings ist Snake so ein bisschen wie der Terminator, in dem Sinne, dass der quasi nackt auf seine Missionen geschickt wird. Waffen und Verpflegung muss er sich selber organisieren. Deswegen könnt ihr wilde Tiere erlegen oder betäuben und zum späteren Verzehr aufbewahren. Snake isst dabei so ziemlich alles: Krokodile, Fledermäuse und selbstverständlich auch jede Menge Schlangen. Dabei entwickelt er bestimmte Vorzüge und Dinge die ihm besser schmecken, füllen auch mehr Ausdauer wieder auf. Wie aber so viele der neuen Elemente, geschieht dies halt nur direkt über das Pause-Menü.

Ähnlich verhält es sich mit dem neuen Heilungssystem: Essen füllt nämlich nur eure Ausdauer wieder auf, die Lebensenergie regeniert sich von selbst, vorrausgesetzt, Snake ist gesund. Dabei gibt es eine Vielzahl von Verletzungen unter denen er leiden kann, die alle auf ihre ganz eigene Art verarztet werden müssen. Schuss- und Pfeilwunden müssen desinfiziert und verbunden , Blutegel mit der Zigarre verscheucht und gebrochene Knochen geschient werden.

Das man ein Spiel pausiert um im Inventar nach dem letzten Heiltrank zu suchen ist bei weitem nichts neues. Aber MGS3 macht aus diesem Kram eben ein wirklich großes Ding. Da sehen wir in kurzen Animationen wie Snake genüsslich in eine Schlange beisst oder sich sorgfältig den Arm verbindet. Ich finde das ja schön, dass Spiel versucht realistischer zu sein. Aber dann sollte man diese Sachen auch nur in Ruhe nutzen können und nicht während ich grade von einem Schwarm telepathisch kontrollierter Hornissen angegriffen werde. Da lob ich mir doch, wie Link in Skyward Sword mitten im Kampf den Trank die Kehle runterkippt, während er von vielarmigen Killerstatuen angegriffen wird.

Ähnlich verhält es sich mit dem neuen Tarnanzug. Snake wurde zwar ohne Pistole und Verpflegung hinter den feindlichen Linien ausgesetzt, dafür aber mit jeder Menge Wäsche. Über 5 verschiedene Overalls hat er im Gepäck und die können alle im Sekundentakt gewechselt werden, damit man sich mal besser im Gras und mal besser im Dreck verstecken kann. Und auch hier wird der Anzug wieder in Sekundenschnelle gewechselt.

Und da wurde es mir schlagartig klar: All diese neuen Elemente, die Tarnung, das Verarzten und natürlich auch das Essen sind an sich alles Dinge, die das Setting an sich realistischer machen. Aber sie sind so hanebüchen in das Gesamtkonzept integriert, dass es sich anfühlt, als würde man eine Simulationen über einen Dschungelkämpfer spielen. Es ist wie in Fable! Auch hier finden sich Optionen und Elemente, die an sich eigentlich wirklich Sinn machen, aber durch ihre Implementierung das Pacing und den Realismus völlig killen. Wie zum Beispiel, dass der Held nach 3 Kuchen eine Wampe hat wie Homer Simpson und nur durch den Verzehr von Sellerie wieder abnimmt. Das ist natürlich ein... realitätsnahes Konzept, aber letztlich leidet das Spiel darunter, weil man über die Umsetzung nur lachen kann.

Irgendwie klang die Erklärung in meinem Kopf besser als hier im Artikel-Editor... so viel auf jeden Fall zu den gutgemeinten, aber merkwürdig umgesetzten neuen Gameplay-Elementen in Snake Eater.