Montag, 11. Oktober 2010

Mir ist neulich was aufgefallen...

Ich muss mich bei euch entschuldigen. Erst letzte Woche habe in meinem Post über den FAS-Filmtest geschrieben, dass man sich nicht einfach an einzelnen aus dem Kontext gerissen Szenen aufhängen kann wenn man eine Freigabe erteilt. Doch genau das habe ich in meinen beiden "PEGI vs. USK"-Artikel gemacht, einen zu Edna Bricht aus und einen zu God of War III.
Auch wenn die Szene bei Eba wirklich etwas ist, worauf das ganze Spiel langsam hinarbeitet, komme ich mir schon ein bisschen doof vor, wenn ich sehe, dass ich in diesen Artikeln so ziemlich genau das gemacht habe, worüber ich mich kürzlich erst aufgeregt habe.

So etwas sollte mir nicht passieren. Sorry.

Kommentare:

  1. Das ist doch nicht so schlimm, man kann sich immer mal "verzetteln" und unbeabsichtigt gegen eigene Richtlinen verstoßen :)

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  2. Ach, ich sehe schon Unterschiede zum FAS-Filmtest. Du vergleichst zwei akzeptierte Freigaben-Systeme, indem du sie mit Szenen aus den Spielen konfrontierst. Und du hast die Szenen nicht reißerisch niedergeschrieben.

    Im FAS-Test wurden die Szenen reißerisch dargestellt und als Bestätigung für die eigene, selbst erfundene Wertung genutzt.

    Also keine Sorge, du bist keiner der Bösen.

    Oder doch? *dramatic music* :-p

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  3. Ich schätze es ist ziemlich schwierig, sich über etwas aufzuregen und dabei auch die "guten Seiten" und den Gesamtzusammenhang zu beleuchten. Das würde ja genau das relativieren, was man verdeutlichen wollte.
    Das Problem hat jeder, der seinen Standpunkt erläutern will, nicht nur die Spielekiller.

    Allerdings finde ich, dass du dich da sehr gut geschlagen hast. In deinen Artikeln waren deine Meinung und die Gründe dafür als solche klar erkennbar und unterscheidbar. Zumindest für mich. Und auf dieser Basis kann man sich dann eben seine eigene Meinung bilden - oder entscheiden, dass man sich das noch genauer anschauen muss.

    Ich behaupte:
    Das Problem der meisten Artikel ist nicht der fehlende Kontext (wie weit sollte da denn ausgeholt werden?) sondern die Vermischung zwischen Meinungen und Fakten.
    Die reißerische Formulierung bei der Aufzählung der Fakten macht es unwissenden Lesern sehr schwer, die Fakten nicht negativ zu bewerten. "Die kleinen Jungen, die mit einem Beil abgeschlachtet werden" sind natürlich nichts für 12-jährige. Über "NPCs, die durch ausgerüstete Nahkampfwaffen Schaden nehmen können" kann man da schon eher reden.
    Die Formulierung macht hier einen enormen Unterschied - nämlich den zwischen Sachlichkeit und Meinungsmache. Eine sachliche Debatte kann nie reißerisch formuliert sein.

    Also:
    Keine Sorge. Du schreibst alles andere als reißerisch. Und Dinge aus dem Kontext zu reißen ist manchmal unvermeidbar. Das finde ich auch nicht so schlimm.
    Manchmal hat der Kontext eben wenig mit dem eigentlichen Thema zu tun. In dem Fall sollte eher das Thema in Frage gestellt werden, nicht der fehlende Kontext ;-)

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